Einbrechern das Handwerk erschweren - Seniorencafé in Gebenbach

Trotz widriger Witterungsverhältnisse war das Interesse am letzten Seniorencafe in Gebenbach sehr groß, lautete doch das Thema „Wie schütze ich meine Wohnung vor Einbrechern“. Hierzu hatte Seniorenbeauftragte Christine Sabisch Kriminalhauptkommissar Wolfgang Sennfelder als Referenten eingeladen. „In Deutschland wird etwa alle drei Minuten ein Einbruch verübt, egal ob in der Stadt oder in ländlichen Gegenden! Oft sind die psychischen Folgen größer als die materiellen Verluste“, stellte der Referent klar.

In einem Video wurde auf eindrucksvoll demonstriert, wie mittels eines Schraubenziehers innerhalb von acht Sekunden ein Fenster aufgehebelt wird. Beim Thema technische Sicherheit ging der Experte auf Zusatzschlösser, Türspaltsperren und auch Mehrfachverriegelungen ein. Einsteckschlösser, Schutzbeschläge und auch Querriegel-Schlösser können nachgerüstet werden. Auch Nebeneingangstüren sollten über den gleichen Sicherheitsstandard wie der Haupteingang verfügen. Der fachgerechte Einbau ist dabei Grundvoraussetzung. Auch durch aufmerksame  Nachbarn haben schon oft Einbrüche verhindert werden können.

Bei Neu- und Umbauten sind geprüfte einbruchhemmende Fenster und Fenstertüren mindestens der Widerstandsklasse 2 (RC) ratsam. Wolfgang Sennfelder präsentierte einbruchhemmende Fensterbeschläge und aufschraubbare Nachrüst-Sicherungen. Ein abschließbarer Fenstergriff alleine reiche nicht aus. Auch Fenstergitter und einbruchhemmende Rollläden würden Widerstand leisten, sehr effektiv seien Alarmanlagen. "Hier sollte aber vor Installation mit der Polizei Rücksprache gehalten werden", stellte er klar. Kostenloses Infomaterial liegt im Gebenbacher Rathaus aus.

Sehr anschaulich erläuterte Kriminalhauptkommissar Wolfgang Sennfelder den Gebenbacher Senioren, wie sie sich vor Einbrechern schützen können.

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