Alfons Schöpf aus Gebenbach verstirbt im Alter von 89 Jahren

Im Alter von 89 Jahren verstarb am 14. Juni Alfons Schöpf aus Gebenbach. Der „Weibauer“ war ein Gebenbacher Original und großes Vorbild für ehrenamtliches Wirken in der Gemeinde Gebenbach. Der Verstorbene konnte auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Dabei war er vor allem im ehrenamtlichen und kirchlichen Bereich sehr aktiv. Mit der Gründung der Blasmusik zusammen mit Martin Schüßlbauer erfüllte er sich einen Lebenstraum, sein Lebenswerk war die Abwicklung des Kirchenneubaus der Pfarrkirche St. Martin in Gebenbach und die Sanierung der Mausbergkirche. Alfons Schöpf wuchs auf dem Weinbauernhof in Gebenbach Am Weingarten auf. Nach der Schule absolvierte er eine landwirtschaftliche Ausbildung. Im Jahre 1959 heiratete er Barbara Fellner aus Burgstall. Er gründete eine Familie und beide übernahmen das heimische landwirtschaftliche Anwesen. Seine Familie wuchs auf sechs Kinder, 16 Enkelkinder und drei Urenkel heran. Der Verstorbene widmete sich bald der Öffentlichkeitsarbeit im musischen, kirchlichen und kommunalen Bereich. So war Alfons Schöpf 12 Jahre im Gemeinderat vertreten, er war 31 Jahre lang 1. Vorsitzender der Flurbereinigungsgenossenschaft Gebenbach, für deren Erhalt er sich besonders einsetzte. Der Verstorbene war 51 Jahre Feldgeschworener und Gemeindeschätzer für die Gemeinde Gebenbach, für die Jagdgenossenschaft war er als Beisitzer viele Jahre in der Vorstandschaft aktiv. Im kirchlichen Bereich war der Verstorbene 22 Jahre Pfarrgemeinderatsvorsitzender, ebenso war er 26 Jahre in der Kirchenverwaltung tätig und hiervon 18 Jahre als Friedhofsverwalter. Für die Gebenbacher Kirche übernahm er 16 Jahre den Mesnerdienst. Sein Lebenswerk war zweifelsohne die Finanzverwaltung beim Neubau der Gebenbacher Kirche in den Jahren 1970 bis 1980 mit einem Volumen von 3,25 Mio. DM und bei der Renovierung der Mausbergkirche in den Jahren 1980 bis 1994 mit Investitionen von 2,2 Mio. DM. Musisch war Alfons Schöpf über 37 Jahre Sänger beim Kirchenchor und MGV Frohsinn Gebenbach, wo er auch 8 Jahre als 1. Vorsitzender und später als 2. Vorsitzender aktiv war. Ein Lebenstraum ging für den Verstorbenen mit Gründung der Blasmusik Gebenbach in Erfüllung. Zusammen mit seinem Mitstreiter Martin Schüßlbauer und Tochter Hedwig als langjährige Dirigentin, initiierten sie die Gründung der Blasmusik. Alfons Schöpf blieb dann 16 Jahre deren 2. Vorsitzender und wurde später zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Im Jahre 1985 wurde durch seine Mithilfe die Zeltgemeinschaft Gebenbach gegründet, deren 2. Vorsitzender er war. Politisch war Alfons Schöpf bei den Freien Wählern zuhause. Hier war er 12 Jahre deren 1. Vorsitzender, er kandidierte zweimal als Bürgermeister und war 12 Jahre im Gemeinderat vertreten. Zudem war er beruflich als Landwirt aktiv und sorgte für seine Familie. Eine besondere Freude bereitete es ihm, dass die Söhne Alfons und Martin den Beruf des Priesters einschlugen. Die Gemeinde Gebenbach verliert mit Alfons Schöpf ein Vorbild für ehrenamtliches Wirken für Gottes Lohn und einen Motor für viele Einrichtungen in seiner Heimatgemeinde. Alfons Schöpf hat mit seinem vielseitigen Wirken nachhaltige Spuren hinterlassen.

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