Bitratenanalyse für Gemeindebereich Gebenbach - Informationen aus der letzten Gemeinderatssitzung

Mehr Fernwärme- und auch zusätzliche elektrische Leistung planen die Betreiber der Biogasanlage in Gebenbach. Dieses Vorhaben stößt im Gemeinderat auf Zustimmung. Darüber hinaus beschäftigt ein noch ein wichtiges Thema das Gremium.

Bei der Sitzung ging es auch um den weiteren Breitbandausbau. Bezüglich der DSL-BitratenAnalyse für das Gemeindegebiet meinte Sebastian Krysa, Berater für Breitbandausbau und Förderprogramme bei der Breitbandberatung Bayern GmbH in Neumarkt, dass Gebenbach bis Ende 2018 in Sachen Breitbandausbau voraussichtlich mit durchschnittlich 98 Megabit pro Sekunde (MBit/sec.) flächendeckend versorgt sei und damit „in der Ersten Bundesliga mitspielt“. Voraussetzung sei natürlich der richtige Netzbetreiber, dessen Tarife zu prüfen seien, außerdem müsse auch eine geeignete Hardware installiert sein. „Wir sind gut mit Leerrohren bestückt“, meinte Bürgermeister Peter Dotzler, die Glasfaseranschlüsse für die Schule seien bereits in Arbeit. Die Mobilfunkverbindungen im Gemeindebereich Gebenbach seien „miserabel und reine Glückssache“, bemängelte jedoch Cajetan Kredler. Dem hielt Peter Dotzler entgegen, „dass jeder uneingeschränkt mobil telefonieren will, aber ebenfalls ein jeder um die Strahlung bei Mobilfunkmasten fürchtet“.

Den Neubau einer Doppelgarage in Gebenbach hält das Landratsamt Amberg-Sulzbach für bauordnungsrechtlich zulässig, jedoch hielten die Gebenbacher Gemeinderäte fest, daß die grundsätzlich geforderte Abstellfläche auf privatem Grund nicht vorhanden sei, daher könne dem Bauvorhaben auch nicht das gemeindliche Einvernehmen erteilt werden. Der Biogasanlagenbetreiber, die Obermeier GmbH & Co KG beantragte für eine Änderung und Erweiterung der bestehenden Biogasanlage im Gewerbegebiet West die nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz notwendige Genehmigung. Die beiden Blockheizkraftwerke sollen in der Feuerungswärmeleistung von je 444 kW auf je 477 kW und in der elektrischen Leistung von 160 kW auf 175 kW erweitert werden. Geplant sind zwei weitere Blockheizkraftwerke mit einer Feuerungswärmeleistung mit je 1050 kW und einer elektrischen Leistung von je 400 kW, aber diese zwei weiteren BHKW werden in einen schon vorhandenen, östlich gelegenen Lagerraum eingebaut und erfordern keine zusätzlichen Gebäude. Die Biogasanlage sei dann auf eine Feuerungswärmeleistung von über 3000 kW und eine elektrische Leistung von über 1100 kW ausgelegt. Weiter beantragt die Obermeier GmbH die Errichtung und den Betrieb einer Anlage zur Trocknung von Holz und Getreide durch Einblasen von Warmluft in mobile Abrollcontainer.  Bürgermeister Peter Dotzler wies darauf hin, daß Vorhaben im Geltungsbereich des Bebauungsplans Gewerbegebiet West befinde, Erschließung, Ver- und Entsorgung gesichert sei, Nachbarunterschriften jedoch nicht eingeholt worden seien. Wir müssen mit zunehmenden Verkehrsaufkommen, verbunden mit Lärm bis in die Nacht hinein rechnen, so FW-Gemeinderat Jürgen Zintl, aber dennoch erteilte der Gemeinderat mehrheitlich dem Vorhaben des Biogasanlagenbetreibers das gemeindliche Einvernehmen, wenn auch der Lärmschutz für die nächstgelegene Wohnbebauung berücksichtigt werde. An der Instandsetzung des Mühlweiherwegs südlich der DJK-Sportplätze will sich die Gemeinde Gebenbach nicht beteiligen. Der Weg sei im Zuge der Errichtung eines Ballfangnetzes abgegraben worden und weise erhebliche altersbedingte Schäden auf. Die Gemeindeverwaltung werde die DJK Gebenbach auffordern, den ursprünglichen Straßenzustand wieder herzustellen. Ohne größere Diskussionen beschloß der Gemeinderat die Beschaffung eines dritten Drehkolbengebläses für die Kläranlage, außerdem werde eine Ersatzpumpe für das Pumpwerk Gänswinkel angeschafft. Die Halterung der Sirene auf dem Rathausdach ist abgerostet, der Blitzschutz fehlt, so Peter Dotzler, wir könnten eine Instandsetzung für fast 3000 Euro veranlassen oder gleich eine neue elektrische Sirene für etwa 10000 Euro beschaffen, wobei zu berücksichtigen sei, daß die elektrische Sirene in einigen Jahren im Zuge der künftigen digitalen Alarmierung sowieso notwendig wäre. Kommt die digitale Umstellung, wäre nur das Empfangsmodul für wenig Geld auszutauschen, so Dotzler. Die Gemeinderäte beschlossen einstimmig die elektrische Sirene.  

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