Bürgerversammlung 2018 in Gebenbach

Zur Bürgerversammlung konnte Bürgermeister Peter Dotzler im Sportheim Gebenbach 28 Interessierte begrüßen. Zuerst gab er einen Überblick über die Zahlen und Daten der Gemeinde. So fanden 14 Sitzungen in Gemeinderat, Verwaltungsgemeinschaft und Wasserzweckverband während des Jahres statt. In Gemeinde Gebenbach und Verwaltungsgemeinschaft Hahnbach arbeiten 13,5 Vollzeitkräfte, dazu gesellen sich 54 nebenberuflich Beschäftigte. Zudem pflegt die Gemeinde noch interkommunale Zusammenarbeiten mit der AOVE oder der LAG Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach und ist nun auch über die VG Mitglied im Zweckverband Verkehrssicherheit. So laufen über die AOVE die Projekte AOVE-Kernwegenetz mit dem bereits beauftragten Kernweg nach Burgstall, das Klimaschutzkonzept, Alt-werten-zuhause – welches bereits auf 10 Jahre aktive Seniorenarbeit zurückblicken kann. Es existiert das AOVE-Netzwerk Alltagsbegleiter und Seniorenbeauftrage, es läuft die AOVE-Archivpflege an, es werden AOVE Kulturführungen angeboten, es läuft das Projekt Resilienz – welches die Zukunft der AOVE sichern soll ebenso wurde die Förderperiode bis zum Jahr 2020 verlängert. Über die LAG-Regionalentwicklung wurde das Projekt Hausnamen-Beschilderung abgewickelt, hier hat die Gemeinde die Co-Finanzierung für alle 55 Teilnehmer übernommen – ein Stück Erhalt der Dorfkultur für alle sichtbar. Die Entwicklung der Einwohner in Gebenbach pendelt wie in den letzten Jahren bei ca. 900 Einwohner und liegt zur Zeit bei 908 Einwohner mit Erstwohnsitz. Die Geburtenrate lag bei 6 Geburten, es gab 3 Sterbefällen und 6 Eheschließungen. 41 Schüler aus Gebenbach besuchen die Schule der VG Hahnbach, wobei das Gebenbacher Schulhaus mit 86 Schülern belegt ist, insgesamt besuchen 390 Schüler die Hahnbacher Schule, wobei der Trend leicht rückläufig ist. Der M-Zug mit dem mittleren Bildungsabschluss wird von 88 Schülern aus dem AOVE-Verbund besucht. Seit diesem Schuljahr wurde die offene Ganztagsschule eingeführt, diese wird von 38 Schülern in Anspruch genommen. Der Gesamtaufwand in der VG liegt für die Schulen bei 740.000 € jährlich, der Schulaufwand für Gebenbach bei ca. 75.000 €. Der Aufwand für den Kindergarten und Kinderkrippe liegt 2018 bei 177.000 €, dabei besuchen 33 Kinder den Kindergarten, 12 Kinder die Kinderkrippe und 10 Schulkinder werden mittags betreut. Im sozialen Bereich wurden für 7 Familien ein Begrüßungsgeld von je 100 € ausbezahlt, es wurde ein Ferienprogramm erarbeitet, das Seniorencafé kümmert sich um die ältere Generation und die Vereine wurden mit insgesamt ca. 15.000 € unterstützt. Bei Anschaffungen und Investitionen wurden für die Feuerwehren ca. 20.000 € getätigt, wobei für die FFW Gebenbach-Kainsricht ein neues MLF-Feuerwehrfahrzug in Auftrag gegeben wurde mit einem Kostenvolumen von ca. 270.000 €. Zudem wurde eine neue Sirene auf dem Rathausdach in Gebenbach installiert, für die Kainsrichter wurde eine Funkalarmierung eingebaut. Für die Sanierung von Gemeindestraßen wurden ca. 120.000 € investiert, für den Badeweiher wurden Restarbeiten in Höhe von 4.000 € bezahlt und der Auftakt der Dorferneuerung Kainsricht mit Renovierung der Kapelle kostete ca. 31.000 €. Die Planungen für den 2. Bauabschnitt der Dorferneuerung Kainsricht um die öffentlichen Verkehrsflächen wurden vom Amt für ländlichen Entwicklung genehmigt und freigegeben. Dies werden ca. 800.000 € verursachen und mit ca. 550.000 € über die Dorferneuerung gefördert. Es wurden in 2018 acht Bauanträge eingereicht, für das Gewerbegebiet die Bauleitplanung fortgeführt und Bauparzellen erworben. Zudem versucht die Gemeinde über das Förderprogramm „Innen vor Außen“ auch die Innenentwicklung in Gebenbach in Gang zu bringen. Für den Bauhof wurde ein neuer Schneepflug beschafft, ein neues Salzsilo in Auftrag gegeben und Ersatzgeräte für die Kläranlage beschafft. Eine Erfolgsgeschichte in der Gemeinde Gebenbach ist die Breitbandversorgung. Nach dem Abschluss des Breitband-Förderprogrammes mit Kosten von ca. 170.000 € und einer Fördersumme von 147.000 € sind alle Gemeindebürger mit über 30 Mbit/s versorgt, 95 % aller Anwesen können zum Jahreswechsel bis zu 95 Mbit/s empfangen zudem ist das Gewerbegebiet West direkt mit Glasfaser ins Gebäude versorgt. Um in den Genuss des sogenannten Vectorings mit bis zu 100 Mbit/s zu kommen, ist beim Netzbetreiber – in Gebenbach die Telekom – die Auftragsänderung auf VDSL-100 notwendig. Es gibt jedoch keine unversorgten Anwesen im Gemeindegebiet mehr. Von den gesamten Steuereinnahmen verbleibt der Gemeinde nach Abzug der Kreisumlage, Gewerbesteuerumlage und VG-Umlage noch ein Überschuss von ca. 550.000 € - dies sind ca. 50 % der Gesamtsteuereinnahmen. Die Steuerkraft der Gemeinde ist steigend und liegt bei 765 € pro Einwohner, die Verschuldung bei 1.012 € je Einwohner. Die Steuersätze blieben unverändert – Gewerbesteuer bei 310 % und die Grundsteuer bei 300 %. Der Bürgermeister gab noch einen Ausblick auf die weiteren Projekte und Aktivitäten mit Dorferneuerung Kainsricht – hier wird auch die Erneuerung der Wasserleitung mit betrachtet und Leerrohre für eine Glasfasererschließung geplant, mit der Innerortsentwicklung, Ausweisung von Bau- und Gewerbegebiete, ebenso der Vermarktung von Bauland, dem AOVE-Kernwegeprojekt, die Betrachtung der Kinderbetreuung und weitere gemeinsame Aktivtäten in AOVE oder Regionalentwicklung. Dotzler erfreute sich über die erfolgreiche Arbeit der Vereine vor Ort – so die Blasmusik mit Gästen aus Australien oder dem Wertungsspiel in Italien, die Bayernligamannschaft der DJK Gebenbach welche bayernweite Strahlkraft hat, der Auftritt der Gebenbacher Fahnenschwinger auf dem Oktoberfest oder dem Further Drachenstich oder die Jugendfeuerwehr mit der Organisation des Faschingszuges am Faschingsdienstag. Er bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. In der abschließenden Diskussion wurden die Themen Kernwegenetz, die Reinigung, Befestigung und Halteverbote bei Ortsstraßen, die Inhalte der Homepage und die Umsetzung von Gemeinderatsbeschlüssen angesprochen.

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