Fortschritte bei Gewerbegebiet und Pfarrhof - Infos aus der Gemeinderatssitzung vom 15. Dezember

Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Gebenbacher Gemeinderat in seiner letzten Sitzung zu bewältigen. Im Mittelpunkt standen die Teilerschließung des Gewerbegebiets und die Sanierung des Pfarrhofs.

Bereits Mitte 2016 hatte der Gemeinderat den Bau eines Entwässerungssystems im „Gewerbegebiet-West“ beschlossen. Nun musste sich das Gremium für ein Entwässerungsverfahren entscheiden. Thomas Dotzler vom beauftragten Ingenieurbüro Seuß stellte die verschiedenen Varianten vor. Beim Freispiegelkanalsystem wird die Entwässerung durch ein zentrales Abwasserpumpwerk gewährleistet. Die Kosten werden auf ca. 465.000 Euro veranschlagt.

Beim System „Pumpe – Schlauch“ erhält jede Parzelle ein Kleinpumpwerk, welches während der Gewährleistungszeit von der Gemeinde betreut wird und anschließen in den Besitz des Grundstückeigentümers übergeht. Laut Thomas Dotzler hat sich dieses System in der Praxis vielfach bewährt. Die Kosten liegen bei etwa 290.000 Euro. Einstimmig entschieden sich die Räte für die kostengünstigere Variante und genehmigten ebenfalls einstimmig die Fortsetzung der Planungsarbeiten.

Ende letzten Jahres beantragte die Kirchenverwaltung eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde Gebenbach an der Sanierung des Pfarrhofs. Das vorgelegte Nutzungskonzept sieht im Erdgeschoss Räume für Verwaltung, Senioren, Jugend, die Mutter-Kind-Gruppe und ein Archiv vor. Das Obergeschoss soll als Wohnraum für den Pfarrvikar und die Pfarrhaushälterin dienen.

Planer Markus Rösch rechnet mit Gesamtkosten von ca. 1,4 Millionen Euro. Die Kirchenverwaltung wird sich mit 600.000 Euro und die Gemeinde Gebenbach mit 240.000 Euro  am Projekt beteiligen. Etwa 360.000 Euro sollen aus Mitteln der Städtebauförderung kommen und 100.000 Euro von der Regierung der Oberpfalz. Die restlichen 100.000 Euro sollen durch Spenden aufgebracht werden. Ohne Gegenstimme sprach sich das Gremium für das Nutzungskonzept aus und erklärte sich zu einer Kostenbeteiligung entsprechend der Raumaufteilung bereit.

Ebenfalls einstimmig wurde die Teilnahme an der Initiative  „Bayern WLAN“ beschlossen. Dadurch soll bis Ende 2020 in dichtes Netz kostenfreier Hotspots entstehen. Am Gebenbacher Rathaus und am Gemeinschaftshaus in Atzmannsricht sollen entsprechende Geräte angebracht werden. Mit der Stellung der Förderanträge wurde die Verwaltung beauftragt. Auch mit der Antragstellung zur Teilnahme am Förderprogramm des Bundes für ein Leerrohrkonzept zum Breitbandausbau wurde die Verwaltung beauftragt. Hier werden Beratungs- und Planungsleistungen mit bis zu 50.000 Euro pro Kommune gefördert.

Ohne Gegenstimme wurden der Einbau einer Rundsprechanlage und einer Rauch- und Brandmeldeanlage für die Schule sowie der Kauf eines Sonnenschutzes für den Spielplatz an der Raiffeisenstraße beschlossen.

Bereits Ende 2015 hatte der Gemeinderat den Bau einer speziellen Mountainbike-Strecke - eines sogenannten Pumptracks -  beschlossen. Das in Auftrag gegebene Lärmschutzgutachten sieht eine Nutzung von 8:00 bis 20:00 an Werktagen und von 9:00 bis 13:00 und von 15:00 bis 20:00 an Sonn- und Feiertagen vor. Eine Stellungnahme des Landratsamtes ist nur im Zuge eines Bauantrags oder eines Antrags auf Vorbescheid möglich. Daher sprach sich das Gremium einstimmig für eine Bauvoranfrage aus.

Die Firma „Quarzsand Strobl“ beantragte die Nutzung öffentlicher Feld- und Waldwege zur Sandabfuhr im Bereich der Flurnummern 5510 und 5512. Diesem Antrag wurde ebenfalls zugestimmt.

Bürgermeister Dotzler gab bekannt, dass der Dorferneuerungsplan für Kainsricht vom Amt für Ländliche Entwicklung genehmigt wurde. Eine Förderung in Höhe von 620.000 Euro wurde zugesagt. Demnächst wird zu diesem Thema eine Ortsversammlung stattfinden, bei der das Konzept vorgestellt wird.

Zweiter Bürgermeister Cajetan Kredler fragte, wann die Niederschriften der öffentlichen Sitzungen auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden. Laut Bürgermeister Dotzler soll dies zeitnah geschehen.

Dritter Bürgermeister Dominik Obermeier erkundigte sich nach dem Stand der Planungsarbeiten für das Beachvolleyballfeld. Bürgermeister Dotzler antwortete, dass das Landratsamt noch nicht über die Bauvoranfrage entschieden habe. Gemeinderat Norbert Hager fragte nach dem aktuellen Stand zum Thema neue Bahnbrücke. Laut Bürgermeister Dotzler fand bereits ein Ortstermin statt. Die Gemeinde forderte, dass eine Brücke in gleicher Größe gebaut wird. Die Unterhaltspflicht soll von der Deutschen Bahn übernommen werden.

Auf 1,4 Millionen Euro veranschlagt Planer Markus Rösch die Sanierung des Gebenbacher Pfarrhofs.

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