Informationen aus der letzten Gemeinderatssitzung

Körperlich auf Distanz ging der Gebenbacher Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung in der Mehrzweckhalle der Schule und weit voneinander entfernt waren FW- und CSU/JA-Fraktion bei ihren Ansichten über Kindergartenerweiterung oder Containerlösung.

Der Kindergarten St. Martin platzt aus allen Nähten und daher beantragt die katholische Kirchenstiftung, daß die Gemeinde Gebenbach einen Container anmietet. Als Bedarf für das Kindergartenjahr 2020/2021 geht der Kindergartenbetreiber davon aus, daß künftig 38 Kindergartenplätze, bisher 25, notwendig seien. 24 Kinder kommen aus Gebenbach, 12 aus Hahnbach sowie jeweils ein Kind aus Amberg und Hirschau. Außerdem müßten die Krippenplätze von 12 auf 16 erhöht werden und da kommen acht Kinder aus Gebenbach, sieben aus Hahnbach und ein Kind aus Amberg. Bis zu zehn Schulkinder werden in der Mittagsbetreuung versorgt. Bürgermeister Peter Dotzler vertrat die Auffassung, daß nicht die Gemeinde Gebenbach ihr Platzangebot erweitern solle sondern daß es vernünftiger sei, wenn die Gemeinde Hahnbach in Ursulapoppenricht Kindergartenplätze zusätzlich anbietet, zumal dort durch ein neues Baugebiet mit weiteren Kindern zu rechnen sei. Wir tun den Eltern nichts Gutes, wenn die ihre Kinder aus dem Gemeindebereich Hahnbach in die Gemeinde Gebenbach bringen müssen, so Dotzler. Franz Gottschalk sprach sich gegen den Container aus, meinte aber, daß der Kindergarten in Gebenbach durchaus mehr Platz benötige. Für den Container sprach sich Markus Rösch aus, aber Hahnbach sollte für „seine“ Kinder zur Kasse gebeten werden. In die Haare gerieten sich Bürgermeister Peter Dotzler und die CSU-Gemeinderäte Cajetan Kredler und Markus Rösch, als letztere dem Bürgermeister vorwarfen, daß Gebenbach eine Erweiterung des Kindergartens schon über zwei Jahre vor sich herschiebe. Da müsse auch über einen innerörtlichen Neubau nachgedacht werden. Die Behebung der Platznot im Kindergarten ist nicht alleine unser Problem, so Christine Sabisch, daher schlage sie Gespräche mit Hahnbach vor, da dürfe Gebenbach nicht einfach in eine provisorische Containerlösung  100.000 Euro verheizen. Wir haben im Kindergarten Gebenbach seit drei Jahren eine dringend zu behebende Notsituation, so Cajetan Kredler und Markus Rösch forderte, daß sich Hahnbach an den Personalkosten beteiligen müsse. Der Gemeinderat einigte sich darauf, daß bei der Gemeinde Hahnbach angefragt werde, ob nicht doch gleich Ursulapoppenricht als Containerstandort in Frage komme. Sollte das abgelehnt werden, müsse sich Hahnbach aber an den Kosten für einen Container in Gebenbach beteiligen. Einer Bauleitplanung des Marktes Freihung, die auf die Aufstellung eines Sondergebiets für Pferdehaltung in Großschönbrunn abzielt, stimmte die Gemeinde Gebenbach zu, ebenso dem Wunsch des Energieversorgers Bayernwerk, in Kainsricht gemeindeeigene Fläche für eine Kompakttrafostation zur Verfügung zu stellen. Die Gebenbacher Fahnenschwinger erhalten für die Anschaffung von Schuhen passend zu ihrem Kostüm einen Zuschuß von 1500 Euro, sie können im nächsten Jahr ihr 60jähriges Jubiläum begehen. Auch der Waldkindergarten „Räuberwald“ bekommt 2000 Euro als Zuschuß für eine Solarstromanlage. Einstimmig war auch der Gemeinderatsbeschluß, sich am Projekt „Jan Hus an der Goldenen Straße“ mit einem „Meilenstein“ in Gebenbach zu beteiligen. Bürgermeister Peter Dotzler informierte seine Gemeinderäte über ein Eilgeschäft, bei dem eine Einspritzpumpe für das Blockheizkraftwerk in der Schule erneuert wurde. Dotzler gab einige bisher nicht öffentlich beschlossene Maßnahmen bekannt, so die Beschaffung eines neuen Schneepflugs sowie Schutzkleidung für die Feuerwehr, den neuen Fundtiervertrag, neue Spielgeräte, den Glasfaseranschluß für die Schule sowie den Auftrag für ein Fundament zur Errichtung eines neuen Streusalzsilos. Weitgehend Einigkeit herrschte im Gebenbacher Gemeinderat über die Gestaltung des Umfeldes beim Gemeindehaus in Atzmannsricht, wo neue breitere Parkplätze, auch ein gesonderter Behindertenparkplatz geschaffen und mit Rasengitter- oder Granitsteinen befestigt werden.

Für Werner Kohl und Thomas Kraus hieß es Abschied aus dem Gemeinderat nehmen. Bürgermeister Peter Dotzler dankte  Werner Kohl, er war als Nachrücker für Norbert Hager für die CSU-Fraktion nur ein Jahr im Gemeinderat vertreten, zudem ist er noch Ortsvorsteher und Vorsitzender der Dorfgemeinschaft in Atzmannsricht und hat es bei den letzten Kommunalwahlen knapp nicht geschafft, ist notfalls erster Nachrücker. Ebenso dankte der Bürgermeister Thomas Kraus für sein ehrenamtliches Wirken, er wurde im März zwar in den Gebenbacher Gemeinderat gewählt, hat dann aber überraschend erklärt, das Mandat nicht annehmen zu können, da er noch in diesem Sommer mit seiner Familie nach Seugast zieht. Er war sechs Jahre für die JA-Fraktion im Gemeinderat, zudem noch Zweckverbandsrat für die Mimbacher Gruppe und kommunaler Jugendbeauftragter. Gern tät ich euch heut` eine Brotzeit zum Abschied ausgeben, so Kraus, aber wir dürfen eben nicht. Als Nachrücker der JA-Fraktion verbleibt Dominik Obermeier Gemeinderat in Gebenbach.

Über zwei Bauanträge hatte der Gemeinderat zu entscheiden und beiden Anträgen wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt, so dem Neubau einer Doppelgarage nebst Abstellraum und der Überdachung eines Dreikammerfahrsilos, um diesen künftig als Maschinenhalle nutzen zu können.

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