Informationen aus der letzten Gemeinderatssitzung

Dorferneuerung in Kainsricht und die Verbesserung der Situation der Atzmannsrichter Feuerwehr waren Kernthemen der letzten Sitzung des Gebenbacher Gemeinderates.

Die Situation seiner Feuerwehr schilderte Johannes Kohl, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Atzmansricht bei einem Vororttermin den Gebenhacher Gemeinderäten. Unsere Räumlichkeiten sind viel zu eng und wir können den Corona-bedingten Mindestabstand zur Zeit nur schwer einhalten, so Kohl. Die steile Auffahrt zum vor gut 60 Jahren erbauten Gerätehaus führt zu Problemen, da unser Tragkraftspritzenanhänger rückwärts den Hang hinauf in das Gerätehaus geschoben werden muß. Wenn Atzmannsricht eventuell den gewünschten Mannschaftstransportwagen (MTW) erhält, brauchen wir mehr Platz. Der MTW sei notwendig, da den Aktiven und vor allem den Atemschutzträgern nicht zugemutet werden soll, mit Privat-Pkws zum Einsatz zu fahren, betonte Kohl. Angedacht sei auch, einen Stellplatz in einer benachbarten aufgelassenen Stallung anzumieten, jedoch lehne es die gemeindliche Unfallversicherung ab, für Schäden einzustehen, die dann durch das Überqueren einer öffentlichen Straße passieren könnten. Wir brauchen mindestens zwei voneinander abgetrennte Umkleideräume und einen mindestens zehn Meter langen Abstellplatz. Die Gemeinderäte besichtigten die von der Atzmannsrichter Feuerwehr angedachte Stallung, deren Fläche von 13 mal 22 Metern ausreichen würde, um neben Stellfläche auch Materiallagen und Umkleiden mit Trockenbaumaßnahmen zu schaffen. Pachten wir diesen Stall, so der Kommandant, bekommen wir den Um- und Ausbau nicht gefördert, aber trotzdem sollte man den Platzbedarf berechnen und die Kosten kalkulieren. Bürgermeister Peter Dotzler erläuterte, dass alternativ ein Neubau in Frage käme, dieser wäre dann förderfähig. Als Fläche würde sich ein Grundstück an der Dorfeinfahrt aus Richtung Gebenbach eignen. Dieser Platz wäre gut erreichbar, biete auch genügend Fläche, um Fahrzeuge abzustellen oder um Übungen abzuhalten. Kohl meinte auch, daß hier alle Umfallverhütungsvorschriften umsetzbar seien, eine gute Zufahrt sei gegeben und das Gerätehaus könnte in energetischer Bauweise errichtet werden. Es sollen nun ein Konzept für den Platzbedarf und  die jeweiligen Kosten ermittelt werden.

Dorferneuerung Kainsricht:

Über Änderungen zu den Planungen für die Dorferneuerung Kainsricht informierte Landschaftsplaner David Neidl den Gebenbacher Gemeinderat. So werde nördlich von Kainsricht ein Regenrückhaltebecken gebaut, das selbst die Wassermengen eines Jahrhunderthochwassers fassen könnte. Nach Vorstellung der Landschaftsplaner bekommt der Waldkindergarten sechs zusätzliche Stellplätze und für den Gehweg zwischen Bushaltestelle und Ortsmitte und den weiteren Gehweg von der Ortsmitte zum Baugebiet Kainsricht West einigten sich die Gemeinderäte nach heftigem Meinungsaustausch auf geschnitten Großkopfgranit, ein Belag für die Ewigkeit, so Markus Rösch. Neidl erläuterte auch eine geänderte Wasserführung in Kaisnricht und der Teich in Ortsmitte sollte mit Folie abgedichtet werden. Die von David Neidl vorgestellten Änderungen für die Dorferneuerung wurden schließlich vom Gemeinderat gebilligt, entsprechende Ausschreibungen können nun veranlaßt werden. Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte Vereinszuwendungen in Höhe von 4550 Euro, zusätzliche 500 Euro erhält die KLJB Gebenbach. Gebilligt wurde weiter die Jahresrechnung 2019 für den Kindergarten St. Martin in Höhe von rund 420.000 Euro und einem Gewinn von gut 6000 Euro. Der Haushaltsplan für 2020 wurde mit knapp über 350000 Euro gebilligt.

Für das neue Baugebiet in Kainsricht lagen dem Gemeinderat zwei Bauvoranfragen vor, für beide stellte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen in Aussicht. Ein Einfamilienhaus soll entgegen den Vorgaben des Bebauungsplans mit einem Walmdach versehen werden, beim zweiten Bauvorhaben soll die Baugrenze geringfügig überschritten werden, auch entsprechende Befreiungen von der Festsetzung des Bebauungsplans sollen erteilt werden.

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