Informationen aus der letzten Gemeinderatssitzung

Die Prüfung der Jahresrechnung wurde zur Kenntnis genommen, die Fahnenschwinger erhalten finanzielle Unterstützung, der KLJB-Jugendtreff kann in das Pfarrhaus ziehen und die Gemeinde Gebenbach lädt zum Gedankenaustausch über „Pflege und Gebenbach“ ein, so das Ergebnis der letzten Gemeinderatsitzung.

Die vom Kämmerer erstellte Jahresrechnung wurde von dem Gemeinderäten Cajetan Kredler und Johannes Kohl geprüft und sie stellten in ihrem Prüfbericht Haushaltsüberschreitungen im Verwaltungs- sowie im Vermögenshaushalt von insgesamt mehr als 420000 Euro fest, die notwendig, auch ausreichend begründet waren und die vom Gemeinderat einstimmig nachträglich genehmigt wurden. Die Prüfer regten an, die Kostenverteilung des Bauhofschleppers, der auch für die Kläranlage genutzt wird, neu zu regeln, außerdem müsse, wie schon bei früheren Prüfungen angemahnt wurde, die Bestandserfassung für das gemeindliche Inventar auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Einstimmig sprach der Gemeinderat der Verwaltung die Entlastung aus. Die Prüfer Kredler und Kohl wiesen darauf hin, daß die Kassenführung des Kämmerers übersichtlich und nicht zu beanstanden sei.

Die Gebenbacher Fahnenschwinger hatten die Gemeinde um finanzielle Unterstützung gebeten. Zwar falle die ursprünglich für dieses Jahr geplante 60-Jahr-Feier aus, aber an ein Trainingswochenende im August nebst geselligem Beiprogramm sei gedacht. Bürgermeister Peter Dotzler meinte, unsere Fahnenschwinger seien Kulturgut der Gemeinde Gebenbach und verdienten Anerkennung. Neben den jährlichen Zuwendungen billigte der Gemeinderat daher einen außerordentlichen Zuschuß in Höhe von 500 Euro für ein Trainingslager im Sommer.   

Kontrovers wurde der Antrag der CSU- und FA-Fraktion auf Einberufung eines Pflegekreises diskutiert. Mitantragsteller Dominik Obermeier meint, unser Antrag solle nicht zu viel Aufwand erfordern sondern nur die mit Pflege befaßten Mitbürger zum Gedankenaustausch „an einen Tisch bringen“. Wird doch bereits alles von der AOVE organisiert, so der Einwand von Bürgermeister Peter Dotzler. Alltagsbegleiter, Beratung bei notwendigem barrierefreiem Wohnungsumbau, haushaltnahe Dienstleistungen, mit allem sei man bei der AOVE bereits bestens ausgehoben, die Mitarbeiter der AOVE seien kompetent. Das sei richtig, so Kajetan Kredler und Markus Rösch, aber will wollen, daß die Gemeinde Gebenbach einen Pflegekreis einberuft, natürlich kann die AOVE dazu eingeladen werden. „Unser Ziel ist die Vernetzung der Menschen, die pflegen und wir erwarten Unterstützung durch die Kommune, sei es durch Räumlichkeiten, Ausstattung oder gar ein Pflegemobil“. Der Pflegekreis sollte auch die Möglichkeiten eventueller stattlicher Förderungen prüfen. Schließlich einigte man sich darauf, daß Gebenbach einen noch auszuwählenden Personenkreis, außerdem die AOVE zu einem gemeinsamen Treffen einlädt, sobald es die Corona-bedingten Einschränkungen wieder ermöglichen.               

Lediglich ein Bauantrag auf Errichtung eines Carports lag dem Gemeinderat vor. Der Antragsteller wich geringfügig von den Feststellungen des Bebauungsplans ab, wofür aber der Gemeinderat eine „isolierte Befreiung“ erteilte. Bei der von der KLJB angedachte Nutzung des Pfarrhofs sollte die 2. Bürgermeisterin Susanne Lindner mit Pfarrer und Kirchenverwaltung vermitteln. Lindner meinte, daß die Kirchenverwaltung mehrheitlich diesen Plänen zugestimmt habe. Nun sei zu prüfen, welche baulichen Maßnahmen erforderlich seien, etwa eine Erneuerung der überalterten Stromleitungen und eine zeitgemäße Sanitärausstattung. Auf gut 16000 Euro kalkuliert Markus Rösch die unbedingt notwendigen Arbeiten. Während vieles, wie einfache Malerarbeiten von der KLJB in Eigenleistung erbracht werden könnten, müßten Elektroarbeiten sowie Sanitär und Heizung an Fachbetriebe vergeben werden. Bis September müssen die Umbaumaßnahmen abgeschlossen sein, so Bürgermeister Peter Dotzler, nur dann können die beantragten Gelder aus dem AOVE-Regionalbudget abgerufen werden. Eine kurze Diskussion gab es noch zur Dorferneuerung in Kainsricht. Kleinpflaster würde wahrscheinlich durch schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge in kurzer Zeit beschädigt werden, besser sei, so Markus Rösch, das stabile Granit-Großsteinpflaster. Bei Gehwegen lassen wir Kleinsteinpflaster verlegen, so 1. Bürgermeister Peter Dotzler, in den Hofeinfahrten eventuell Muschelkalk-Betonpflaster. Der Gemeinderat einigte sich auf Großsteinpflaster im Straßenbereich, Kleinsteinpflaster auf Gehwegen und bei den Hofzufahrten sollen die Kainsrichter selbst entscheiden. Dafür werden zwei Musterflächen verlegt und Gemeinderat Franz Gottschalk, der selbst in Kainsricht wohnt, wird das Votum der Kainsrichter organisieren. Johannes Kohl regte an, vor jeder Gemeinderatssitzung eine Corona-Testmöglichkeit anzubieten. Das gehe nur auf freiwilliger Basis, so Peter Dotzler, anordnen könne er das nicht. Eine Blühwiese sollte auf einem brachliegenden Maisfeld westlich des Badeweihers gelegen, das der Gemeinde gehört, angesät werden, so der Vorschlag eines Atzmannsrichter Landwirts, gerne übernehme er Feldvorbereitung und Aussaat. Damit könnte die Gemeinde Gebenbach einen Beitrag zum Erhalt unserer Bienen und Insekten leisten.  Rentiert sich nicht, so Peter Dotzler, denn dort soll weitere Parkfläche für die Besucher des Badeweihers entstehen. Das dauere noch, so Gegenargumente aus der CSU-Fraktion und so einigte man sich im Gebenbacher Gemeinderat darauf, daß der Landwirt die Blühwiese ansäht, die Kommune erstattet seine notwendigen Auslagen.

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