Informationen aus der letzten Gemeinderatssitzung

Die Grundstücke im Baugebiet „Kainsricht West“ waren schneller vergeben als gedacht, so Erster Bürgermeister Peter Dotzler, die Nachfragen nach Baugrund in Gebenbach häufe sich, nur könne die Gemeinde derzeit keine weiteren Grundstücke anbieten. Als Lösung werde nun im „beschleunigten Verfahren“ ein Bebauungs- und Grünordnungsplan für rund zwölf Parzellen auf gut 11000 qm Ackerland am westlichen Ortsrand von Gebenbach auf den Weg gebracht. Die Grunderwerbsverhandlungen seien abgeschlossen und im neuen Baugebiet sei nur Wohnbebauung vorgesehen, andere Nutzungsarten seien ausgeschlossen. JA-Gemeinderat Dominik und FW-Gemeinderat Hans Jürgen Zinkl betonten, die Gemeinde solle die Möglichkeit des beschleunigten Verfahrens nutzen, wobei Obermeier ergänzte, man solle bei der Festlegung der Grundstücksgrenzen flexibel sein, da viele Interessenten eher zu einem kleineren Bauplatz tendieren und dann könnte mehreren Bauwilligen der Erwerb von Baugrund ermöglicht werden. Franz Gottschalk merkte an, daß bei der Überplanung des neuen Baugebiets die Gemeinde sich die Planungshoheit nicht nehmen lassen dürfe. Fraktionsübergreifend beschloß der Gemeinderat die Aufstellung eines qualifizierten Bebauungs- und Grünordnungsplan für „Gebenbach-Nordwest“.

Ebenso einige waren sich die Gemeinderäte, eine sich in desolatem Zustand befindliche Stichstraße in Kainsricht mit rund 14000 Euro auszubauen. Bruchschäden und Verformungen an der Fahrbahneinfassung müßten behoben werden, die einseitige Wasserführung sei mit Granitbord und Graniteinzeilern zu gestalten. Abgelehnt wurde der Antrag für einen Vorbescheid, mit dem der Neubau eines Lager- und Abstellraumes für Gartenmöbel und Geräten, denn, so Bürgermeister Peter Dotzler, sei dem Antragsteller bereits der Bau einer Garage mit Abstellraum genehmigt worden. Dem Neubau eines Einfamilienhauses nebst Garage in Gebenbach erteilte der Gemeinderat einstimmig das gemeindliche Einvernehmen, erteilte auch die Befreiung von der Festsetzung des Bebauungsplans, jedoch sei eine Stützmauer an der nördlichen Grundstücksgrenze einzugrünen. Einem weiteren Bauvorhaben stimmte der Gemeinderat ebenso zu und der Antragsteller kann in Kainsricht ein KfW-55-Effizienzhaus errichten. Abweichend vom Bebauungsplan darf das Hauptgebäude mit einem 23 Grad Walmdach, das Nebengebäude mit einem begrünten Flachdach versehen werden. Eine befestigte Grundstückzufahrt sei zu erstellen.

Für die Realisierung ihres neuen Jugendtreffs benötigt die KLJB weitere Mittel von der Gemeinde, denn die von Markus Rösch erstellte Kalkulation belaufe sich au rund 15000 Euro, somit fehlen derzeit gut 5000 Euro, über die die KLJB nicht verfüge. Die KLJB will auch geklärt haben, wer Strom- und Heizkosten trage. Peter Dotzler meinte, diese Kosten sollte die Kirche tragen, schließlich gehöre das Gebäude auch der Kirche. Eigene Räume für die Gebenbacher Jugend seien wichtig, so Cajetan Kredler und auch die Zweite Bürgermeisterin Susanne Lindner bestätigte der KLJB hervorragende Jugendarbeit. Bis Ende des Monats sollen die Bauarbeiten am neuen Jugendtreff abschlossen sein, so KLJB-Vorsitzender Julian Bauer, der auch hofft, daß ein Jugendtreff der KLJB auch neue Mitglieder bringt.

Darf ich mit meinen Senioren zur Senioren-Kaffee-Runde rein, wollte die Seniorenbeauftragte Christine Sabisch wissen. Kein Problem, so Julian Bauer, die Gebenbacher Senioren sind bei uns immer willkommen. Die Fraktionen waren sich einig, der KLJB weitere 5000 Euro Zuschuß zu gewähren, der nach Abschluß aller Maßnahmen abgerechnet werden muß. Grundsätzlich war sich der Gebenbacher Gemeinderat auch einig, den Gebenbachern eine Gemeinde- oder Bürger-App anzubieten, auf der Termine oder Informationen hinterlegt sind. Die Verwaltung könnte über aktuelle Maßnahmen oder Ereignisse informieren, auch hätten Bürger die Möglichkeit, die Verwaltung kurzfristig über eventuelle Hindernisse im Gemeindebereich in Kenntnis zu setzen. Dominik Obermeier wies auf die App der Gemeinde Poppenricht hin, die dort seit einigen Monaten erfolgreich genutzt werde. Zahlreiche Angebote für eine Gemeinde-App gebe es, so Bürgermeister Dotzler, etwa von der bayerischen Staatsregierung, dem Landkreis oder der AOVE. Die Verwaltung solle prüfen, welche App für Gebenbach geeignet sei, so der Beschluß des Gemeinderates, erst dann könne der Gemeinderat über einen geeigneten Anbieter entscheiden.

Top