Informationen aus der letzten Gemeinderatssitzung

Als historisch bezeichnete Dominik Obermeier, der 3. Bürgermeister der Gemeinde Gebenbach die letzte Gemeinderatssitzung, denn erstmals in mehr als 25 Jahren Amtszeit des Ersten Bürgermeisters Peter Dotzler leite der wegen Corona-bedingter Abwesenheit nicht die Sitzung seines Gemeinderats.

Zwei Bauvorhaben erteilte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen, so dem Antrag auf Errichtung von zehn Außenliegebuchten sowie einer Weide für Kühe mit einem Weidetunnel in Kainsricht, jedoch sei die Flurbereinigung als Wegeeigentümerin bei der Ausführung von Baumaßnahmen einzubeziehen. Positiv entschied der Gemeinderat über Pläne für zwei Wohneinheiten in Atzmannsricht. Durch Umbau und Sanierung soll ein Altbestand ertüchtigt werden. Der Gemeinderat empfahl dem Antragsteller nur, Garageneinfahrten auf die Hofinnenseite zu verlegen, um notwendige Abstandsflächen zu generieren. Dominik Obermeier, Cajetan Kredler und Markus Rösch meinten übereinstimmend, daß diese innerörtliche Sanierung zu begrüßen sei. Den Plänen des Marktes Hahnbach für einen vorhabenbezogenen Bebauungs- und Grünordnungsplan im Gewerbegebiet Adlholz West, um die Erweiterung eines ortsansässigen Betriebs zu ermöglichen, stimmte Gebenbach zu. Der bauliche Zustand unseres Lausbuben-Brunnens läßt wegen Frost- und Korrosionsschäden zu wünschen übrig, so der Dritte Bürgermeister Dominik Obermeier. Schäden am Fundamentbeton seien nicht ausgeschlossen und seien erst nach Abbau der Platte am Brunnenboden genau feststellbar. Einstimmig beschloß das Gremium, die Sanierung durchzuführen, dafür seien von der Verwaltung drei Angebote einzuholen. Christine Sabisch wies auf eventuelle Urheberrechte der Künstler hin, die den Lausbubenbrunnen gestaltet haben, daher sollten die auch informiert werden und bei der Sanierung „mitreden“ dürfen. Die Prüfung der Jahresrechnung durch die Gemeinderäte Cajetan Kredler und Johannes Kohl kam zu dem Ergebnis, daß der Verwaltungshaushalt um gut 300000 Euro, der Vermögenshaushalt um mehr als 250000 Euro überschritten wurde, die außerplanmäßigen Ausgaben aber notwendig waren und daher nachträglich zu genehmigen seien, wofür sich der Gemeinderat auch einstimmig aussprach. Wesentliche Beanstandungen habe die Rechnungsprüfung nicht ergeben, nur sollte die Vermögenserfassung ab dem Jahr 2020 nun zügig fortgeführt werden. Der Gebenbacher Gemeinderat stimmt auch der Jahresrechnung 2021 für den Kindergarten St. Martin mit einem Defizit knapp über 13000 Euro zu, ebenso dem Haushaltsplan für 2022, der ebenfalls ein Defizit von etwa 20000 Euro enthält. Zum Kindergarten markte Cajetan Kredler an, daß über 30 Kinder für den Kindergarten, 12 Kinder für die Kinderkrippe und 10 Schulkinder für die Nachmittagsbetreuung angemeldet seien. Die „Goldene Straße“ müsse mehr in Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden, so der Gebenbacher Heimatpfleger Albert Rösch und dafür sollte auch in Gebenbach ein sogenannter Meilenstein errichtet werden. Man könnte an das leben von Jan Huss oder Pfarrer Paul Gössl erinnern.  Rösch regte an, den Lausbuben- in Zwergerl-Brunnen umzubenennen, wofür man aber die Zustimmung der Künstler einholen müßte, die den Brunnen gestaltet haben. Kurz wurde noch über ein Gemeinschaftshaus in Kainsricht diskutiert. Der Biogasanlagen-Betreiber Sebastian Kraus wies auf seine Pläne hin, seine Biogasanlage zu erweitern und Fernwärme für Gebenbach und Atzmannsricht zu liefern. Das Fernwärmenetz könnte in den nächsten zwei Jahren verwirklicht werden. Klimaschutz und nachhaltige Wärmeversorgung seien aktueller den je, so Sebastian Kraus. Derzeit werde das Interesse in beiden Ortschaften abgefragt und noch im Juni sei eine Bürger-Informationsveranstaltung geplant.

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