Informationen aus der letzten Gemeinderatssitzung

Ein wenig Normalität kehrt zurück, so der Erste Bürgermeister Peter Dotzler, denn der Gemeinderat tagt nach zwei Jahren wieder im Sitzungssaal des Rathauses.

Dem Antrag auf einen Vorbescheid für den Bau eines Einfamilienhaueses mit Garage in Kainsricht erteilte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen, jedoch müßten eventuelle zusätzliche Hausanschlüsse vom Antragsteller übernommen werden. Fraktionsübergreifend wurden die Vereinszuwendungen in Höhe der Vorjahresbeträge mit mehr als 4000 Euro bewilligt, zusätzlich erhalten die Fahnenschwinger weitere 500 Euro für die Beschaffung von Kostümen. Bewilligt wurde auch die Anschaffung von Spielgeräten für den Kinderspielplatz im Neubaugebiet in Kainsricht. Um Kainsricht ging es auch, als Franz Gottschalk wiederholt an ein Gemeinschaftshaus für diesen Gemeindeteil erinnerte, eine Entscheidung müsse zügig fallen, denn so lange in Kainsricht noch gebaut werde, können notwendige Ver- und Entsorgungsleitungen noch verlegt werden. Später müsse eine neue Straße wieder aufgegraben werden. Dringend notwendig sei auch die Schädlingsbekämpfung in der Kapelle in Kainsricht, so Gottschalk, dort sei der Dachstuhl massiv geschädigt und mit Kosten um 10000 Euro sei zu rechnen.

Unterschiedlicher hätten die Meinungen zwischen Gemeinderat und Bürgermeister nicht sein können, als über den Antrag der CSU- und FA-Fraktion diskutiert wurde, der auf eine Ertüchtigung des Irl-Festplatzes abzielt. Cajetan Kredler und Dominik Obermeier vertreten in ihrem Antrag die Ansicht, der Irl-Festplatz müsse nach Corona wieder belebt werden. Derzeit nutze der Waldkindergarten den Platz, der teilweise vom Elternbeirat des Kindergartens aufgewertet wurde. CSU- und JA-Fraktion fordern die Verwaltung auf, entsprechende Mittel im Haushalt 2023 einzustellen, damit der Irl-Festplatz wieder genutzt werden kann. So solle der Baumbestand in Absprache mit dem zuständigen Forstamt ausgelichtet werden, einen alter Peitschenmast könnte der Bauhof entfernen, Zugangswege müßten ertüchtigt werden und im Zuge einer Feuerwehrübung sollten die Bäume vom Eichenprozessionsspinner befreit werden. Kredler und Obermeier fordern weiter die Überprüfung und eventuelle Reparatur der Wasserinstallation, die Kontrolle der elektrischen Leitungen, eine Dacherneuerung und die Installation neuer LED-Lampen. Die Zufahrt zum Irl-Festplatz müsse ausgeleuchtet werden und eine Wiese nahe de Festplatz könnte mittel Schotterrasen auch als Wanderparkplatz genutzt werden. Schließlich könnten auch einige Senioren-Fitnessgeräte aufgestellt werden. Da bin ich grundsätzlich dagegen, so Erster Bürgermeister Peter Dotzler, denn er sehe massive Probleme auf sich zukommen, falls es eine Unwetterwarnung gibt, denn dann droht dort durch herabfallende Äste höchste Gefahr für Leib und Leben. Grundsätzlich sei es nicht Aufgabe der Kommune, einen Festplatz für seine Vereine vorzuhalten. Ein weiteres Problem sei der Eichenprozessionsspinner, der aus einem dichten Eichenbestand niemals komplett entfernt werden kann. Unterstützung erhielten CSU- und JA-Fraktion von den FW-Gemeinderäten Franz Gottschalk und Hans-Jürgen Zintl. Letzterer meinte, ein Festplatz wäre eine Bereicherung für Gebenbach und Franz Gottschalk könnte sich eine Finanzierung über das AOVE-Regional-Budget vorstellen und wenn der Platz schon da wäre, sollte er auch genutzt werden. Die Zweite Bürgermeisterin Susanne Lindner und Markus Rösch vertreten die Ansicht, wenn der Platz nicht ertüchtigt wird, werde dort auch niemand feiern.  Cajetan Kredler meinte, der Platz werde sowieso schon vom Kindergarten genutzt und drohen Unwetter, müsse man eben rechtzeitig warnen, auch den Eichenprozessionsspinner-Befall könne man in Griff bekommen. Nur Bürgermeister Peter Dotzler stimmte gegen den Beschluß des Gemeinderates, nach dem die Verwaltung beauftragt wurde, die Vorschläge der CSU/JA-Fraktion zu prüfen. Ich werde den CSU/JA-Antrag rechtaufsichtsmäßig prüfen lassen, so Peter Dotzler abschließend.    

Das Sicherheitsgespräch mit Beamten der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosneberg, so Dotzler, habe gezeigt, daß Gebenbach eine „sichere Gemeinde“ sei, von den 13 angezeigten Delikten seinen 84% ausgeklärt worden. Für die Beschaffung neuer Sirenen kündigte Dotzer für Gebenbach eine Zuwendung von fast 40000 Euro an.

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