Informationen aus der letzten Gemeinderatssitzung

Der Gemeinderat Gebenbach befasste sich in der letzten Sitzung im Rathaus Gebenbach mit einem möglichen Wärmenetz für die Orte Gebenbach und Atzmannsricht. Bürgermeister Peter Dotzler konnte hierzu Peter Nefe vom Institut für Energietechnik an der OTH in Amberg begrüßen. Dieser stellte dem Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie mit Wirtschaftlichkeitsberechnung vor. Gespeist soll das Wärmenetz vorwiegend von der Biogasanlage der Familie Kraus in Atzmannsricht werden. Durch diese verfügbare Wärmequelle ist eine Wirtschaftlichkeit durchaus gegeben. Dabei schneidet ein Fernwärmeanschluss für die Wärmekunden günstiger ab, als eine Heizungserneuerung mit eigener Wärmequelle. Sollte eine Neuinvestition im Bereich der Heizung notwendig werden, so wäre für die Bürger aus Gebenbach und Atzmannsricht der Anschluss an die Fernwärme eine günstige und vor allem in Sachen Klimaschutz eine nachhaltige Investition für die nächsten 20 Jahre. Der Gemeinderat sprach sich grundsätzlich für die Umsetzung eines Nahwärmeverbundes auf den öffentlichen Verkehrsflächen aus. Mit der Abwägung zu den Stellungnahmen der öffentlichen Beteiligung der Bürger und der Träger öffentlicher Belange stellte der Gemeinderat die Weichen für den Bebauungsplan Gebenbach Nord-West für ein allgemeines Wohngebiet an der Flurstraße und Schafleite. Dabei wurden die meisten Stellungnahmen von Bürger und Behörden zur Kenntnis genommen. Dabei änderte der Gemeinderat nochmals die Parzellierung – eine übergroße Parzelle wurde entsprechend verkleinert, dadurch ergibt sich eine zusätzliche Bauparzelle. Das Landesamt für Denkmalpflege auf das mögliche Vorhandensein von Erdställen hin. Das Wasserwirtschaftsamt weist im Bereich der Abwasserentsorgung auf das Vorhandensein und die Ableitung von Niederschlagswasser bei Schneeschmelze und Starkregen hin. Hier könnten die Mischwasserkanäle schnell überlastet sein. Es sollte deshalb auch eine Ableitung des Niederschlagswasser in einem Trennsystem mit einem Regenwasserkanal geprüft werden. Hier wäre eine Ableitung mit einer Leitung zum Kainsbach zu prüfen. Ebenso wird angeregt, das Niederschlagswasser und die Dachabwässer über Zisternen zu sammeln und in den Bauparzellen zu versickern. Gemeinderat Markus Rösch schlug vor, auf ein Trennsystem auf Grund der hohen Kosten zu verzichten und das Regenwasser über Zisternen zu sammeln oder auf den jeweiligen Grundstücken versickern zu lassen. Der Gemeinderat beschloss, die Abwasser-Situation im Rahmen der Erschließungsplanung nochmals zu prüfen und hier die verschiedenen Möglichkeiten zu rechnen und abzuwägen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Anregungen und Kenntnisnahmen in den Bebauungsplan einzuarbeiten und als Satzung ortüblich bekanntzumachen. Danach erhält der Bebauungsplan seine Rechtskraft. Bürgermeister Peter Dotzler konnte die Abrechnung für die Erneuerung der Wasserversorgung Kainsricht bekanntgeben. So belaufen sich die Gesamtkosten auf ca. 312.000 €. Abzüglich der Fördermittel durch die RZWas vom Freistaat Bayern und den bisher angesammelten Rücklagen der Wasserversorgung Kainsricht verbleiben noch Kosten von ca. 3.400 €, welche an die Anschlussnehmer umzulegen wären. Hier wäre der Aufwand für die Ermittlung der Umlegungsgrundlagen in keinem Verhältnis zum Ertrag. So empfahl die Verwaltung auf eine Beitragserhebung für die Anschlussnehmer zu verzichten. Dies beschloss auch der Gemeinderat einstimmig. Aus der letzten Sitzung wurden die Beschlüsse zum Planungsauftrag Gemeinschaftshaus Kainsricht, die Holzschädlingsbekämpfung in der Kapelle Kainsricht und die Vergabe zum Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde Gebenbach bekanntgegeben. Für den Bauantrag zur Errichtung einer landwirtschaftlichen Hofbiogasanlage auf dem Grundstück in Kainsricht 7 erteilte der Gemeinderat aufgrund der zu erwartenden Emissionen und geplanten Gebäudehöhen und Kubaturen das gemeindliche Einvernehmen nicht. Bürgermeister Peter Dotzler gab noch bekannt, dass in Gebenbach das AOVE-Projekt „SagWas“ für Jugendliche voraussichtlich am 10.02.2023 stattfinden wird. Für die Teilnahme der Fahnenschwinger im Rahmen der Landkreis-Partnerschaft Maintenon erhalten sie eine gemeindliche Zuwendung in Höhe von 500 €. Zur Fortschreibung des Nahverkehrsplanes forderten die Gemeinderäte eine Anbindung im Stundentakt und eine Verbesserung in den Nachtzeiten. Dritter Bürgermeister Dominik Obermeier fragte zum Stand der Bürger-App nach, Gemeinderat Hans-Jürgen Zintl fragte zum Stand des Baus der Mobilfunkstation in Gebenbach nach und Gemeinderat Cajetan Kredler wünschte sich den Flächennutzungsplan auf der Homepage darzustellen, er fragte zu den Verschönerungsarbeiten am Geländer an der Hauptstraße nach.

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