Informationen aus der letzten Gemeinderatssitzung

Über seine Pläne, nordöstlich von Gebenbach auf einem Höhenzug zusammen mit einem weiteren Investor, mit dem er bereits eine PV-Anlage auf der ehemaligen Schlackenhalde der Luitpoldhütte in Amberg betreibt, eine Windkraftanlage zu errichten, informierte Markus Rösch den Gebenbacher Gemeinderat. Rund 7 Millionen Euro seien geplant, auch die Kosten für einen Rückbau in einigen Jahrzehnten müßte sichergestellt werden. Die geplante Windkraftanlage habe eine Nabenhöhe von 166 Metern, was bei einem Rotorblatt mit 80 Metern Länge bedeute, daß die Flügelspitze 246 Meter Höhe erreichen kann. Die maximale Leistung dieser Windkraftanlage liege bei rund 5,5 MB. Rösch wies darauf hin, daß an eine 30-prozentige Bürgerbeteiligung gedacht sei, auch der Sitz der Betreibergesellschaft bleibe in Gebenbach, damit auch die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. An Diagrammen zeigte Markus Rösch auf, welcher Schattenwurf über den Tag verteilt ist, wo auftreten könne, aber es sei sichergestellt, daß notfalls die Rotoren auch abgeschaltet werden. Derzeit hänge die Windkraftanlage von der Zustimmung der US-Streitkräfte ab, die sich ungehinderte Einflugschneisen auf den Truppenübungsplatz sichern wollen. Ein Gutachten muß auch klären, daß Fauna oder Flora geschützt werden. Rösch beantragte einen Vorbescheid darüber, wie der Gemeinderat zu seinen Windkraftanlagen-Plänen stehe und erhielt das gemeindliche Einvernehmen, die Zuwegung und Anbindung an die ehemalige B 299 zwischen Gebenbach und Atzmannsricht müsse jedoch ausgebaut werden.

Der Gemeinderat befaßte sich auch mit der Instandsetzung des Lausbuben-Brunnens. Bürgermeister Peter Dotzler informierte den Gemeinderat darüber, daß Firmen, die für derartige Arbeiten geeignet seien, den Brunnen für „nicht mehr sanierungsfähig“ halten und zur Abgabe eines Angebots nicht bereit waren. Alternativ könnte der Brunnen abgebrochen und neu aufgebaut werden, auch käme die Errichtung der Figuren auf einem mit Granitkleinsteinen gepflasterten Plateau in Frage. Die Künstler Hanna Regina Uber und Robert Diem würden eine Weiternutzung als Brunnen bevorzugen, haben aber gegen eine reine Nutzung als Skulptur keine Einwendungen. Für diese Lösung, mit der Wasser und elektrische Energie eingespart werden kann, liegen zwei Angebote mit knapp über 20000 Euro vor, aber die Gemeinderäte waren sich einig, eine endgültige Entscheidung vorerst zurückzustellen.   

„Sag was – gestalte die Zukunft deiner Heimat“, dieses Jugendprojekt, das die AOVE gemeinsam mit der kommunalen Jugendarbeit Amberg-Sulzbach für Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren organisiert, ist für den 10. Februar 2023 in Gebenbach geplant. Sabine Weber und die kommunale Jugendpflegerin Nadine Wastl stellten „Sag was“ dem Gebenbacher Gemeinderat vor, dabei werde Präsenzpflicht von den Gemeinderäten erwartet, ihnen obliege die Bewirtung der Jugendlichen. Aufgabe der Kommune sei auch die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten, Versand der Einladungen sowie Mithilfe bei der Veranstaltung selbst. „Sag was“ soll bei jungen Menschen kommunalpolitisches Interesse wecken, meinte Sabine Weber, außerdem sollen sich Jugendliche mit der Region identifizieren und ihre Bleibeperspektive erhöhen. Die AOVE-Mitarbeiterin unterstrich, daß Jugendliche sich für die Belange ihrer Gemeinde interessieren sollen, daß sie sich an Projekten beteiligen. Die Wünsche der Jugendlichen müssen ernst genommen werden, es dürfen seitens der Politik keine leeren Versprechungen gemacht werden. Drei Themenecken seien geplant, gestalte Zukunft deiner Heimat, was ist in und was ist out und als Drittes „Du hast es in der Hand“. Die erarbeiteten Ergebnisse werden zusammengefaßt, dann gemeinsam begutachtet und schließlich vorgestellt. Sabine Weber meinte, am Veranstaltungstag sollten sich alle ihrer Vorbildfunktion gegenüber der Jugend bewußt sein, dabei auf Wortwahl und jugendgerechte Sprache achten. Aussehen oder Auftreten der Jugendlichen sollte nicht kommentiert werden und während er Arbeit in den Themenecken sei korrigieren oder kommentieren zu unterlassen. Bei „Sag was“ erwarte man natürlich, daß Bürgermeister und Jugendbeauftragter stets vor Ort sei. Sabine Weber schränkte auch ein, daß einige von den Jugendlichen eingebrachten Vorschläge sicher unrealisierbar sein werden. Der Gemeinderat sprach sich für „Sag was“ am 10. Februar 2023 aus und beteiligt sich mit 1000 Euro. Entsprechende Haushaltsmittel werden für realisierbare Vorschläge der Jugendlichen bereitgestellt.

Peter Dotzler informierte auch über die Verkehrsschau, die am 12. Oktober 2022 zusammen mit der Polizei, Unterer Verkehrsbehörde und der Gemeinde Gebenbach durchgeführt wurde. So sei im neuen Baugebiet in Kainsricht ein verkehrsberuhigter Bereich zwar möglich, aber auf Grund der Gestaltung der Verkehrsflächen nicht notwendig. Im Baugebiet sei Parken nur auf gekennzeichneten Flächen, nicht jedoch auf der Straße möglich, da dann bei dort abgestellten Fahrzeugen keine ausreichende Straßenbreite mehr verbleibe. Die Verkehrsschau habe auch ergeben, daß in Kainsricht eine weitere Geschwindigkeitsreduzierung rechtlich grundsätzlich nicht möglich sei. Die Neugestaltung der Verkehrsflächen in Kainsricht lassen grundsätzlich keine höheren Geschwindigkeiten zu. Innerhalb Kainsricht solle auf Vorschlag der Unteren Verkehrsbehörde die Vorfahrtsregelungen aufgehoben werden, dann gelte „rechts vor links“ was automatisch zu reduzierten Geschwindigkeiten führe, außerdem könnten Verkehrszeichen eingespart werden. Die Verkehrsschau kam auch zum Ergebnis, daß beim Gemeinschaftshaus in Atzmannsricht für Ortsfremde ein Hinweis auf Parkplätze sinnvoll sei. Der Gemeinderat kam überein, den westlichen Ortseingang von Kainsricht neu zu beschildern. Wegen der unübersichtlichen Kuppe soll vor dem Ortsschild auf 70 kmh reduziert werden, danach soll das Ortsschild vor die Einfahrt zum Baugebiet platziert werden. Die Räte sprachen sich für eine Spielstraße im Baugebiet Kainsricht aus. Zusätzlich sollen die auch die gefahrenen Geschwindigkeiten durch die Ortschaft Kainsricht ermittelt werden.

Dem Vorhaben eines Anwohners der Irlstraße, seinen Balkon am Haus zu erneuern und zu erweitern, erteilte der Gemeinderat einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.

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