Informationen aus der letzten Gemeinderatssitzung: „Innen vor Außen“ und Revitalisierung des alten Pfarrhauses beschlossen

Wenn die Kirche ihren alten Pfarrhof in Gebenbach nicht dem Verfall preisgeben will, dann muß sie Geld investieren, so CSU-Gemeinderat Markus Rösch, der auch für die Planung der Sanierung verantwortlich ist.

Mitten in Gebenbach zwischen Kirche und Rathaus steht der alte Pfarrhof in Gebenbach und der Gemeinderat war sich in seiner letzten Sitzung einig, das Gebäude muß saniert werden, aber ohne einen finanziellen Beitrag der Kirche werde das nicht gehen. Wir müssen mit Gesamtkosten in Höhe von 2,2 Millionen Euro rechnen, so Bürgermeister Peter Dotzler und davon werden etwa 1,3 Millionen Euro auf die Kommune entfallen, aber bei entsprechender Fördergelder verbleiben für Gebenbach eventuell noch geschätzte 150000 Euro, was der Gemeinderat auch akzeptieren werde. Im Kellergeschoß seien Heizung, Gebäudetechnik und Kellerräume geplant, im Erdgeschoß Besprechungszimmer, Archiv, Sanitäreinrichtungen sowie Jugend- und Kulturraum, im Obergeschoß seien Wohnräume für Pfarrer und Haushälterin, auch ein Gästezimmer mit Bad geplant und im Dachgeschoß seien Lagerflächen vorgesehen. Ausschließlich kirchlich genutzt werde das OG, was 36,3% der Gesamtfläche entspreche, daraus errechne sich der Kostenanteil der Kirche in Höhe von fast 800000 Euro. Um gefördert zu werden, brauchen wir eine öffentliche Nutzung über mindestens zwölf Jahre, aber, so Dotzler, bittet die Kirche zu prüfen, ob die für die öffentliche Nutzung der vorgesehenen Räume auch gleichzeitig kirchlich genutzt werden dürfen, was der Gemeinderat auch grundsätzlich beschloß, aber die Nutzungsbedingungen seien in einer gesonderten Nutzungsvereinbarung festzulegen. Peter Dotzler informierte seinen Gemeinderat über die bei einer interkommunalen Gemeinderatssitzung der AOVE-Kommunen verabschiedeten Erklärung zur Innenentwicklung „Innen vor Außen“, womit Flächen eingespart und Innerorts dauerhaft lebenswerte Wohn- und Arbeitsstrukturen geschaffen werden sollen, denn in nahezu allen AOVE-Gemeinden gebe es leer stehende Hofstellen, Baulücken und Brachflächen. Nur mit lebendigen Ortskernen könnten Gemeinden anziehend als Wohnort und Wirtschaftsstandort sein. Die AOVE werde einen Innenentwicklungs-Manager als Ansprechpartner aktivieren, so Dotzler und wir in  Gebenbach haben zumindest schon einmal alle betroffenen Bürger informiert. Markus Rösch warf ein, daß die heutigen Pläne zur Innenentwicklung nichts Neues seien, „den Leerstand in Gebenbach haben wir schon vor 20 Jahren festgestellt. Einig war sich der Gemeinderat, die auf AOVE-Ebene vorgegebene Richtschnur auch für Gebenbach anzuerkennen. Mit einer einmaligen Gründungseinlage in Höhe von 1000 Euro beteiligt sich Gebenbach an der Stiftung „Lebenshilfe Amberg-Sulzbach“. Mit den Vorstellungen des Tierschutzvereins, die Fundtierpauschale für die Kommunen auf 2.10 Euro pro Einwohner anzuheben, sind die Gebenbacher Gemeinderäte nicht einverstanden, auch nicht für eine automatische Angleichung in den nächsten Jahren. Bürgermeister Peter Dotzler meinte, im Jahr 2018 seien in Gebenbach ein Hund und zwei Katzen als Fundtiere registriert worden, im Landkreis seien fast 500 Fundtiere gezählt worden. Das Tierheim plane mit über 2 Millionen Euro einen neuen Hundestrakt und davon sollten die Kommunen ca. 1,75 Millionen Euro tragen, auf Gebenbach kämen in den nächsten drei Jahren etwa 12000 Euro zu. Letztlich billigten die Gemeinderäte eine Kooperation mit dem Tierschutzverein, aber mit einer Pauschale von 1.50 Euro pro Einwohner und keiner automatischen Anpassung nach Gutdünken des Tierheims, für die Investitionen würde die Gemeinde ca. 12 € pro Einwohner, verteilt auf 3 Jahre zur Verfügung stellen. Den Plänen für die Errichtung eines Güllebehälters in Kainsricht erteilte die Gemeinde das gemeindliche Einvernehmen und für eine Umnutzung eines Mehrzweckraums zu einem Gruppenraum im Kindergarten in Gebenbach wird die Gemeindeverwaltung beim Landratsamt Amberg-Sulzbach den Antrag auf Genehmigung der Umnutzung beantragen.  

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