Volkstrauertag in Gebenbach

Die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag in der Gemeinde Gebenbach begannen mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin. Pfarrvikar Christian Preitschaft erinnerte an den jährlichen Gedenktag für die Kriegsopfer der beiden Weltkriege und kriegerische Auseinandersetzungen. In Begleitung der Fahnenabordnungen der Vereine folgte der Friedhofsgang, hier wurde der Gedenktag am Ehrenmal der gefallenen Soldaten fortgesetzt. Mit musikalischer Umrahmung durch die Blasmusik Gebenbach gab der Pfarrvikar seinen Segen am Ehrenmal. Bürgermeister Peter Dotzler erinnerte bei seiner Ansprache auf das Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren. Dabei wurde auch die alte Weltordnung beseitigt. So wurden viele Monarchien in Europa abgeschafft und neue Staaten wie Estland, Lettland, Litauen, Tschechoslowakei und Jugoslawien gegründet. Ebenso stiegen die USA zur Weltmacht auf. Was 1914 mit Elan und Kriegslust begann, endete 1918 im Desaster. Durch die technische Kriegsführung mit neuen Waffen wurden die Soldaten zu Hundertausenden getötet. Dem Kriegsgeschehen fielen 17 Mio. Menschen zum Opfer, 20 Mio. Menschen wurden verwundet. Die Bevölkerung litt an Hungersnöten, Vertreibungen und Epidemien. Der Versailler Vertrag, das politische, soziale und ideologische Chaos nach dem 1. Weltkrieg, legte bereits die böse Saat für das Dritte Reich und den 2. Weltkrieg. So war die Reichspogromnacht vor 80 Jahren der Auftakt für die Judenverfolgung und Judenvernichtung. Der folgende 2. Weltkrieg kostete dann über 55 Mio. Menschen das Leben. Stumme Mahner für das millionenfache Elend seien bis heute die Soldatenfriedhöfe. Die Toten verpflichten die Lebenden, deshalb sei es nach wie vor wichtig, am Volkstrauertag der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken, so Dotzler. Unter den Klängen des Guten Kameraden, umrahmt von Böllerschüssen und der Ehrenwache von Kameraden der Reservistenkameradschaft Hahnbach legte der Bürgermeister zwei Kränze für die Gemeinde und die KSK Gebenbach am Ehrenmal nieder. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete die Nationalhymne, gespielt von der Blasmusik Gebenbach.

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