Informationen aus der letzten Gemeinderatssitzung

Auf wenig Verständnis beim Gebenbacher Gemeinderat stößt ein Plan des Marktes Hahnbach, an der B 14 westlich von Gebenbach das rund 10 Hektar großes „Gewerbegebiet-Ost“ auszuweisen. Außer Dominik Obermeier und Cajetan Kredler stimmten alle Gemeinde gegen die Pläne aus Hahnbach.

Bereits in seiner Sitzung Ende Mai hatte der Gemeinderat einem Antrag auf Vorbescheid für die Errichtung eines Pferde-Offenstalls für maximal fünf Pferde das gemeindliche Einvernehmen erteilt, wiederholte das auch für den Bauantrag. Der Pferdestall soll auf der Fläche eines abzubrechenden Fahrsilos entstehen. Auch die Entsorgung und Verwertung des Pferdemistes sichert der Antragsteller zu. Der Gemeinderat billigte auch den Abschluß einer Ablösevereinbarung mit dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Mimbach-Gruppe, um die Wasserversorgung im Baugebiet Gebenbach-Nordwest sicherzustellen. Faktionsübergreifende Zustimmung gab es auch für die Jahresrechnung 2022 des Kindergartens St. Martin mit einem Überschuß von fast 11000 Euro. Die Gemeinderäte regten an zu prüfen, ob nicht eine Einlage der Gemeinde Gebenbach in Höhe von 12500 Euro an die Gemeinde zurückgezahlt werden kann. Gebilligt wurde auch der Haushaltsplan 2023 für den Kindergarten. Die Gemeinde übernimmt Kosten in Höhe von fast 6000 Euro für die Anschaffung von E-Krippenwagen für den Waldkindergarten Kainsricht und den Kindergarten St. Martin. Bürgermeister Peter Dotzler gab Beschlüsse aus nichtöffentlichen Sitzungen bekannt. So werden für die Nutzung digitaler Unterlagen im Sitzungssaal rund 4500 Euro ausgegeben und für weitere gut 11000 Euro sind abgesackte Schachtabdeckungen in der B 14 zu beheben. Gesichert sei auch für weitere fünf Jahre die Wartung der Straßenbeleuchtung in Gebenbach, was die Bayernwerk Netz GmbH für jährliche Unkosten in Höhe von rund 6500 Euro übernimmt.

Der Markt Hahnbach beteiligt die Gemeinde Gebenbach als Träger öffentlicher Belange im Rahmen der Aufstellung eines Bebauungsplans für das „Gewerbegebiet-Ost“, das sich auf Hahnbacher Gemeindegrund befindet und auf rund 10 Hektar Fläche in neun Parzellen aufgeteilt werden soll. Eigentümer ist die Stadt Amberg. Die geplante Gewerbefläche erstreckt sich südlich der B 14 zwischen der Einmündung der B 299 in die B 14 und der Abfahrt der B 299 von der B 14 in nördlicher Richtung. Ziel der Planung sei die Deckung des Bedarfs an gewerblichen Flächen im Wirtschaftsraum Amberg und in den angrenzenden Kommunen. Geplant ist weiter ein Kreisverkehr westlich des künftigen Gewerbegebiets und von diesem Kreisverkehr aus soll die Zufahrt in das Gewerbegebiet erfolgen. Da hatten die Gebenbacher Gemeinderäte so ihre Bedenken, denn aus dem vorgelegten Plan sei nicht ersichtlich, wie die Zuwegung zu den drei östlich gelegenen Parzellen erfolgen soll. Der das Gewerbegebiet querende Flurbereinigungsweg müsse erhalten bleiben, damit die Gebenbacher Landwirte ungehindert ihre Felder erreichen können. Welches Gewerbe soll sich ansiedeln, wollte FW-Gemeinderat Hans-Jürgen Zintl wissen, denn Lärmemission für den westlichen Ortsbereich von Gebenbach müßte ausgeschlossen werden. Aus der Zuhörerschaft gab es Bedenken, da das Gewerbegebiet auf einem Biotop mit Wiesenbrütern und Amphibien geplant ist. Der BUND und die untere Naturschutzbehörde sei bereits informiert. FW-Gemeinderat Franz Gottschalk sah die Gefahr, daß mit zusätzlichem Oberflächenwasser der Kainsbach und die umliegenden Felder überschwemmt werden könnten. Lediglich JA -Gemeinderat Dominik Obermeier bedauerte, daß Gewerbefläche nicht auf Gebenbacher Gemeindegebiet zu realisieren sei, aber grundsätzlich sei dann doch für die Pläne aus Hahnbach, könnten dabei auch Arbeitsplätze „für uns Gebenbacher“ geschaffen werden. So sprach sich der Gebenbacher Gemeinderat gegen die Ausweisung des neuen Gewerbegebiets aus und begründete sein Veto damit, daß für die östlichen drei Parzellen keine Zuwegung aus dem vorgelegten Plan ersichtlich sei, daß eine Überflutung des Kaisbachs nicht auszuschließen sei, daß emissionsschutzrechtliche und naturschutzrechtliche Bedenken bestünden.

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