Sie sind hier: Startseite » Mausbergfest 2026: Familiärer Flair, Gratis-Parken und weniger Kommerz
Das Mausbergfest in Gebenbach hebt sich seit jeher ab: Bratwürste und Bier gibt es auch, doch das Kirchliche steht noch im Vordergrund. Über fleißige Ehrenamtliche, Infos zum Busshuttle-Dienst und unangemessenen Tonfall mancher Besucher.
Das Mausbergfest zeichnete sich seit jeher durch seine familiäre Atmosphäre aus. Am Sonntag, 6. September, ist es wieder soweit – die achttägige Festwoche 2026 startet. Die Organisatoren setzen dabei den Schwerpunkt seit jeher auf Klasse, statt auf Masse und legen Wert darauf, das Fest überschaubar zu halten. Genau das wird von vielen Besuchern geschätzt.
Derzeit laufen dort die Vorbereitungsarbeiten. Hinter dem Fest steht ein Team an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Pfarrei, des Organisationsteams, der Familiengemeinschaft und der DJK. Diese Gruppen und Vereine übernehmen auch den weltlichen Teil des Festbetriebs im Bewirtungsbereich der Pfarrgemeinde.
So laufen die Vorbereitungen
Bereits in den Tagen und Wochen zuvor, wird der Festplatz auf Vordermann gebracht, die Hecken geschnitten, die Wegränder und der Platz um die Liebfrauenkirche gemäht und gemulcht, der Parkplatz gerichtet und auch das Gotteshaus selber herausgeputzt und geschmückt.
Während bei anderen Bergfesten in der Region inzwischen kulinarische und weltliche Aspekte in den Vordergrund rücken, bei denen die Besucher oft den Hintergrund der Veranstaltung gar nicht mehr kennen, steht auf dem Mausberg die Kirche im wahrsten Sinne des Wortes im Zentrum des Geschehens. Aus diesem Grund wird dort auch bewusst auf ein reichhaltiges und vielseitiges Essensangebot verzichtet. Der Speiseplan bietet wie eh und je die traditionellen Bergfestspeisen, nämlich Bratwürste mit Kraut, Steaks und Käse, dazu am Nachmittag noch Kaffee und Kuchen.
Unterschied: Kostenloses Parken
Ein weiterer Unterschied zu anderen Bergfesten sind auch die nach wie vor kostenlosen Parkplätze, die am Fuß des Mausbergs schier unbegrenzt zur Verfügung stehen. Daneben gibt es am Dienstag und Mittwoch, 8. und 9. September, jeweils ab 13.30 Uhr einen Busshuttledienst, der die Besucher, welche das letzte Stück zur Kirche nicht gehen können oder möchten, für einen Preis von je zwei Euro hinauf und später auch wieder hinunterbringt.
Besonders ist am Mausberg auch die hohe Bereitschaft vieler, ehrenamtlich mitzuarbeiten. Die Veranstalter sehen sich dadurch in ihrem Konzept bestätigt. Angelika Schöpf, die seit vielen Jahren das Team der Bedienungen organisiert, berichtet von großer Vorfreude. Am Mausberg sei der Druck nicht so hoch wie bei vergleichbaren Veranstaltungen, meint sie, da nicht der Kommerz, sondern das Zwischenmenschliche im Vordergrund stünde. Man sei immer freundlich zu den Gästen und nehme sich auch Zeit, auf ihre Anliegen einzugehen oder ein kurzes Gespräch zu führen. Auch, wenn manche Nachfrage schon einmal den persönlichen Beziehungsstatus oder ihre Handynummer zum Inhalt hätten, fügt Geli, wie sie alle nennen, schmunzelnd hinzu. Solcherlei Unterfangen seien übrigens vergeblich, sagt sie mit Blick auf ihre Beziehung.
Beschwerden über "Glockengebimmel"
Die Freundlichkeit schlage sich auch im Trinkgeld der Gäste nieder, von dem die Bedienungen auch etwas an die Kinder abgeben würden, die unaufgefordert beim Abräumen der Tische helfen. Oftmals träfe man Menschen nur einmal im Jahr, eben auf dem Mausberg. Sie sitzen häufig auf den gleichen Plätzen, trinken das Gleiche und so sei man schnell wieder einander vertraut. Da spiele es keine Rolle, ob man es mit einem politischer Mandatsträger, oder einem einsamer Rentner zu tun habe. Grundsätzlich seien die Gäste am Mausberg sehr herzlich und würden die Arbeit der Ehrenamtlichen wertschätzen.
Obwohl, wie erwähnt, am Mausberg das Kirchliche bewusst im Vordergrund steht, gebe es in den letzten Jahren eine latente Tendenz dazu, dass sich Gäste manchmal, auch mit einem unangemessenen Tonfall, über das "lästige Glockengebimmel" oder die Lautsprecherübertragung der Gottesdienste beschwerten. Natürlich sei beides am Mausberg unüberhörbar. Die Bedienungen weisen die Besucher dann aber dezent darauf hin, dass dies der Grund sei, warum sie hier auf dem Mausberg überhaupt sitzen und ihr Bier genießen könnten – was leider nicht bei jedem Gast zur Einsicht führe.
Insgesamt aber freut sich Angelika Schöpf das ganze Jahr hindurch auf das Mausbergfest, mit viel Gemeinschaft, vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken, neuen Bekanntschaften und die Wertschätzung ihrer Arbeit.
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